Donnerstag, 9. August 2012

Blau machen und erfrischen (Burn Blue Refresh Energy Test)


Mehrere Leute haben mich mittlerweile darauf angesprochen, ob ich nicht einmal Burn Energy Drink mit auf die Liste der getesteten Drinks nehmen könnte. Was einfach gesagt ist, gestaltete sich etwas schwierig, da Burn keine Firma ist, die Testprodukte versendet und außerdem die Marke in Deutschland nicht vertreten ist. Meiner Meinung nach unverständlich, da die Dosen in den Nachbarländern Dänemark, Frankreich, Italien und den Niederlanden weit verbreitet sind. Neben der klassischen Version von Burn gibt es da noch eine weiße Dose namens „Blue Refresh“ mit der exotischen Zusammensetzung aus Apfel, Kiwi und Blauer Agave, die zum Testen bereit vor mir steht. Burn pusht durch die Wirkstoffe Koffein und Taurin, die mit 0,03% (32 mg/ 100ml) und 0,4% (400 mg) in gleichen Maßen enthalten sind wie deutsche Energy Drinks. Dazu kommt noch Guaraná-Extrakt für die langanhaltende Wirkung und schon haben wir einen Energy Drink, der auf jeden Fall wegen seines Inhaltes (485 ml) durch Leistung und durch die Zusammensetzung der Flavours mit Geschmack überzeugen soll. Hoffen wir, dass die Mischung nicht all zu gewagt ist.


Taste: Im Prinzip ist es eine Schorle, jedenfalls vom Gefühl her. Die Kohlensäure ist so spritzig, dass sie nach einigem Schütteln der Dose beim Öffnen in einer kleinen Fontäne hervorschießt, auf der anderen Seite ist der Geschmack so fruchtig und wenig zuckerhaltig, dass man mit verschlossenen Augen den Unterschied nicht merken würde. Der Fruchtgeschmack beginnt sehr früh und endet sehr spät, zieht sich also sozusagen einmal komplett lang. Ohne an Wunder glauben zu wollen, würde ich ihn mit dem Fast Effect Pear Mint vergleichen, den ich erst letztens getestet habe; Auch hier würde als Vergleich der Grüne Tee von Pfanner gut passen, die Apfelnote kommt hier aber besser durch. Das Minzige wurde eingetauscht gegen ein wenig mehr Würze und Geschmacksinhalt, und auch die Süßstoffe, also in diesem Falle der hier vorhandene Zucker, ist deutlicher zu schmecken. Alles in allem schmeckt Burn Blue Refresh wirklich ein wenig „blumig“, „bunt“.

Smell: Der Geruch ist intensiv und fruchtig, aber nicht sehr natürlich. Je nach Temperatur erhascht man mehr oder weniger des Zuckers, der sich mit dem Apfel in die Nase schleicht. Leider kommen die Blaue Agave und die Kiwi auch hier kaum oder gar nicht durch, werden wirklich beiseite gedrängt von diesem Tee-ähnlichen Flavour, der wenig mit Grünem Tee, aber dafür mehr mit Apfel zu tun hat.

Expectations: Ich bin verwundert darüber, wie zwei unterschiedliche angegebene Geschmacksrichtungen (Pear Mint; Apfel-Kiwi- Blaue Agave) so ähnlich schmecken können, aber umso weniger überrascht es mich, dass sich bei drei gemischten Früchten eine klar durchsetzt. Ich hätte mir vom Inhalt vielleicht mehr Natürlichkeit und mehr Exotik erhofft, bin allerdings hocherfreut, dass es auch noch solche Energy Drinks auf dem Markt gibt, die das Quäntchen „anders“ in sich haben.

Effect: Im Eifer des Gefechtes und unter Einfluss eines guten Geschmackes wird leicht die eigentliche Aufgabe eines Energy Drinks vergessen, nämlich die Wirkung. Diese tritt langsam und schleichend ein, findet nach einer vollen Dose aber ihren Höhepunkt in enormer Leistungssteigerung, Aufgewühltheit, Tatendrang. Viele Firmen versprechen eine Steigerung der Konzentration, ich dagegen muss aber sagen, dass das genau umgekehrt ist, denn: Je stärker man aufgeregt und aufgewühlt wird, desto schwerer wird es, sich zu konzentrieren, wenn man sich nicht bewegen kann, sondern zum Beispiel sitzen und schreiben muss.

Design: Wie bereits erwähnt, ist die Dose an sich weiß. Sie hat ihren Namen „Blue Refresh“ dadurch erhalten, da der Rest mehr oder weniger blau, aber auch silber ist. Am oberen rand findet man die babyblauen Angaben, dass hier „Apple, Kiwi & Blue Agave“ enthalten sind, an deren jeweiligen Enden findet sich eine weiß-blaue Flamme. Der Name „Blue Refresh“ ist vergleichsweise klein geschrieben worden im Gegensatz zur riesigen dunkelblauen Flamme, die direkt darunter lodert. Der Hinweis, dass es sich hierbei um die Marke „burn“ handelt, steht in fast lila-blauer Farbe unterhalb der Flamme, gleich über dem silbernen Hinweis „Energy Drink“.



Content: 485 ml, aber auch erhältlich in 250 ml Dosen.

Price: Mit dem auch in Dänemark eingeführten Pfand kostet eine Dose im Supermarkt knapp 1,85. In einem Kiosk oder einer Tankstelle liegt der Preis schon mal bei 3 Euro, was man dann auch für eine 250 ml Dose zahlen darf.

Homepage: Natürlich hat Coca Cola das Potenzial der Marke „burn“ erkannt, daher ist es kaum verwunderlich, dass sich auf der Dose der Link der dänischen Coca Cola Abteilung befindet.

Länderspezifisch: www.coca-cola.dk

Result: Dass wieder der Riese Coca Cola hinter allem steckt, macht mich ein wenig traurig, lenkt aber nicht dem klasse Geschmack ab. Die Dose ist wirklich ansehnlich und lockt an, inhaltlich ist bis auf das bisschen fehlende Natürlichkeit alles tiptop. Auf jeden Fall werde ich dafür sorgen, dass nicht nur eine, sondern gleich mehrere Dosen der Marke die Grenze nach Deutschland überqueren werden und mich auch in naher Zukunft noch erfreuen können. 

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